Was sind Parasiten?
Parasiten sind Organismen , die in oder auf Ihrem Haustier (=Wirt) leben und sich von diesem ernähren. So genannte Endoparasiten sind innerhalb des Wirts anzutreffen: Darmwürmer, Herzwürmer, Lungenwürmer. Die Ektoparasiten hingegen leben auf der Körperoberfläche: Flöhe, Zecken, Läuse, Haarlinge, Milben.
Juckende Hautveränderungen, Darmentzündungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei Hunden und Katzen sind häufige Folgen eines solchen Parasitenbefalls. Einige dieser Parasiten befallen auch den Menschen, daher ist eine vorbeugende und umfassende Parasitenbekämpfung bei unseren Haustieren besonders wichtig.
- Flöhe sind die Hauptursache von Hautallergien. Beim Blutsaugen gelangt Flohspeichel in die Haut. Dieser verursacht starken Juckreiz und Entzündungen. Der Flohspeichel kann Bakterien und Viren enthalten. Flöhe können auch Bandwürmer übertragen, daher sollte nach einer Flohbekämpfung immer eine Wurmkur folgen! Flöhe gehen auch auf Menschen, juckende Hautpusteln und Ekzeme sind die Folge. Flöhe vermehren sich explosionsartig, ihre Eier und Larven breiten sich auch in Ihrer Wohnung aus. Ein guter Grund, Ihr Haustier regelmäßig vorbeugend gegen Flohbefall zu behandeln.
- Zecken werden in zwei Typen eingeteilt: Lederzecken und Schildzecken. In Europa kommen vor allem zwei Arten von Schildzecken vor: der Holzbock und die braune Hundezecke. Im Unterschied zu den Flöhen verbringen die Zecken den größten Teil ihres Lebens im Freien. Sobald ein geeignetes Wirtstier in Reichweite gekommen ist, lassen sich die Zecken von Gräsern oder Zweigen abstreifen, kriechen auf dem Wirt zu einer geeigneten Körperstelle mit dünner und weicher Haut und beißen sich fest. Sie verankern sich dort und beginnen Blut zu saugen. Erst wenn sich sich vollgesaugt haben, lassen sie sich fallen, legen bis zu 2000 Eier ab und sterben dann. Zecken übertragen Bakterien und Viren die schwere Kankheiten verursachen können. Dies sind die Borreliose und die Hirnhautentzündung. Durch den Biss der Braunen Hundezecke können auch Parasiten übertragen werden: Babesien. Zeckenzeit ist von Ende April bis Oktober. In dieser Zeit sollten Hunde und Katzen vor Zeckenbissen geschützt werden.
- Am häufigsten sind Spulwürmer, Hakenwürmer und Peitschenwürmer im Darm von Hunden und Katzen zu finden. Sie können zwischen wenigen Millimetern und 20cm groß sein. Sie schädigen die Darmschleimhaut, entziehen dem Tier Nährstoffe und schwächen die Körperabwehr. Erwachsene Tiere infizieren sich durch Beschnuppern und Belecken von Kot. Welpen stecken sich sogar schon im Mutterleib und bei der Aufnahme von Muttermilch an. Wurmeier gelangen mit dem Kot in die Umwelt, kleben aber auch am Fell. Der Mensch kann sich schnell anstecken. Besonders gefährdet sind Kinder und ältere, sowie geschwächte Menschen.
- Bandwürmer können im Darm meterlang werden. Sie bestehen aus einem Kopf, einem Halsteil und vielen flachen reiskornähnlichen Gliedern. Diese gehen einzeln über den Darm ab und kleben am Kot oder am After des Tieres. Bandwürmer gelangen nicht auf direktem Weg in den Tierkörper, sondern über einen Zwischenwirt. Ein Zwischenwirt ist z.B. die Maus. Fressen Katzen diese infizierten Mäuse, werden Bandwürmer auf sie übertragen. Auch Flöhe können Überträger von Bandwürmern sein.